Kulturhof28
Hof-Geschichte

und Donatas

Beginn 

30er bis 60er 


 

In den 30er Jahren wird der Hof von Donatas Großeltern erbaut. Opa Hans-Georg wird in den Krieg eingezogen und kommt schwer verwundet wieder. Oma Emma Hermine stemmt mit Unterstützung von Nachbarn und Gehilfen die Landwirtschaft - ohne fließend Wasser oder Strom. 

Der älteste Sohn, Hans Momme, und Vater von Donata übernimmt den Hof. Inzwischen mit Strom, Wasser und Telefon, aber mit Schiebkarre fürs Stallausmisten, Anbindestall und Milchkannen. 

 

Umbau 

70er bis Anfang 2000 


Es wird geheiratet und sieben Töchter werden geboren. Da heißt es Raum schaffen. Das Wohngebäude bekommt zwei Giebel, das Obergeschoss wird über zwei Etagen ausgebaut. 

Es wird modernisiert - ein großer Laufstall für Milchkühe und ein moderner Melkstand entstehen. Der landwirtschaftliche Betrieb wird umgestellt und nach Bioland-Richtlinen betrieben. 

 

Neben den Eltern und sieben Kindern bewegen sich auf dem Hof Auszubildende, Praktikanten und Praktikantinnen, Großeltern, Nachbarn und viele helfende Hände. Das Bild ist durch ein buntes und produktives Miteinander geprägt.
Der kleine Hofladen wird durch eigene Produkte aus der hofeigenen
Quarkküche bereichert.

Veränderung 

2000 bis 2014


Der Milchviehbetrieb wird auf Ochsenmast umgestellt. 
Den Hofladen gibt es nicht mehr, aber das Fleisch wird direkt vermarktet.
 

Die Kinder schließen die Schulzeit auf der Insel ab und ziehen nach und nach aufs Festland. Es wird immer ruhiger auf dem Hof. 

Einzug 

2014 bis 2024

 

Donata, entschließt sich zurück auf die Insel zukommen. Sie macht sich mit Verwaltung und Vermietung von Ferienunterkünften erfolgreich selbstständig. So kann ein neues Dach und die Renovierung des Obergeschosses auf dem Elternhof finanziert werden. 

Die Eltern ziehen aufs Festland. Donata lebt mit ihren beiden Kindern alleine auf dem Hof.

Der wunderschöne Hof mit seinen Gebäuden, vielen Bäumen, dem großen Garten, der ganzen Verantwortung, leeren Räumen, hohen Kosten liegt auf zwei Schultern... 

2025 bis heute

Zuviel für eine Person.
Körperlich und mental angeschlagen stehen Gedanken im Raum: "Muss ich den Hof aufgeben? Ich schaffe es nicht allein. Verliere ich das Zuhause meiner Kinder? Gebe ich meinen Safespace auf?"

"Nein."
Donata fegt ihre Kraft zusammen und überlegt, was sie sich für ihr Leben und den Hof wünscht. Die Antwort: "Kultur und Gemeinschaft."
So informiert sie sich zu den Themen Kulturveranstaltungen und Wohnprojekt. Nach und nach entsteht ein Konzept. Immer mehr Menschen sind interessiert, sehen den Wert des Hofes und unterstützen die Hofeigentümerin, die darüber sehr sehr dankbar ist...

heute

"Ich freue mich über die Begegnungen mit wunderbaren Menschen und auf all das was noch kommt."

"Moin!"